KÖNIG LEAR

Tragödie in fünf Akten von William Shakespeare

König Lear glaubt sich durch eine einfache Prüfung ein Altern in Würde zu sichern: Welche seiner drei Töchter liebt ihn am meisten? Doch genau diese Frage legt sein grundlegendes Missverständnis des menschlichen Zusammenlebens frei. Denn Liebe lässt sich nicht quantifizieren, so wie es seine älteren Töchter Goneril und Regan tun. Nur seine jüngste Tochter Cordelia ist ehrlich – aber zeigt sich hier nicht eher kalte Selbstgerechtigkeit? Lear wird verstoßen und verfällt dem Wahnsinn. Vielleicht gibt es Hoffnung, denn Lear hat auch im Elend noch Menschen, die ihm helfen. Doch diese Hoffnung bleibt fragil und die Zukunft bis zum Ende ungewiss.