NYOTAIMORI

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Turbokapitalismus-Groteske von Sarah Berthiaume

Sarah Berthiaumes 2018 in Montréal uraufgeführtes Stück führt uns mit viel Witz und Gespür für Absurditäten die „schöne neue Welt“ der Arbeit vor. Im Zentrum steht die junge Journalistin Maude als Personifizierung der stetigen Veflüssigung der Erwerbsarbeit. Auf der einen Seite ist sie kreativ, selbstbestimmt und motiviert – auf der anderen Seite aber fühlt sie sich entfremdet, ohne Privatleben und dem ständigen Risiko des Scheiterns ausgesetzt. Bei der Recherche für ihr Dossier über Berufe der Zukunft wird sie tiefer und tiefer in die totgeschwiegenen Randbereiche der Arbeitswelt gezogen. Und je mehr sie eintaucht in diese Schicksale, umso skurriler wird ihr eigenes Leben.